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Gymnasium Schillerschule, Hannover

Die thermische Solaranlage versorgt den allgemeinen Schulbetrieb sowie den Sportbereich der Schule, der auch von verschiedenen Sportvereinen genutzt wird, mit Warmwasser.
Die von der Photovoltaikanlage erzeugte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die erzeugte Energie wird nach dem EEG mit 0,99 DM vergütet.. Der Ertrag wird künftig für die Wartung der Anlagen verwendet. Überschüsse gehen in die Rücklage für eventuelle künftige Reparaturen und Erweiterungen.

Die thermische Anlage hat eine Aperturfläche - Fläche ohne Kollektorrahmen - von 9,5 m² (Bruttofläche: 10). Diese Auslegung hat bei der computergestützten Simulation ergeben, dass damit der erforderliche Warmwasserbedarf zu 26% solar abgedeckt wird. Das technische Gesamtkonzept basiert auf einer Wasservorerwärmung. Damit wird ein erheblicher Beitrag zur Verringerung der CO2 Emissionen geleistet (ca. 1 t p.a.).
Die Photovoltaikanlage hat eine Spitzenleistung von 1,6 kWp. Der zu erwartende Jahresertrag an elektrischer Energie liegt bei ca. 1.300 kWh. Damit wird ein erheblicher Beitrag zur Verringerung der CO2 Emissionen geleistet (ca. 1,0 t p.a.; Basis für Versorgungsgebiet Stadtwerke Hannover: 750g CO2 pro elektrischer kWh).

Damit wird ein erheblicher Beitrag zur Verringerung des konventionellen Energieverbrauchs und zur Verringerung der CO² Emissionen geleistet.

Zur thermischen Anlage gehören neben den Indachkollektoren ein 600 l Pufferschichtspeicher, der über einen außenliegenden Gegenstrom-Plattenwärmetauscher (besonders hohe Leistungsfähigkeit, vor allem in der Durchflussleistung) solar beladen wird. Gesteuert wird die thermische Solaranlage über eine Vierkreisregelung, zur Ansteuerung des Solarkreises und der Warmwasserbereitung im Durchlaufverfahren. Die Beladung des eigentlichen Warmwasserspeichers erfolgt über einen weiteren Plattenwärmetauscher, wiederum im Gegenstromprinzip. Dieser wird in den Kaltwasserzufluss des Warmwasserspeichers geschaltet. Die derzeit vorhandene, konventionelle Beladung des Warmwasserspeichers über die Fernwärmeversorgung wird in Zukunft bei Bedarf (nicht ausreichende Versorgung durch die Solartechnik, z.B. im Winter) als Nachheizung genutzt. So ist eine sichere und umweltfreundliche Warmwasserversorgung gewährleistet.
Für die Photovoltaikanlage wurden 18 rahmenlose, monokristalline Photovoltaikindachmodule mit einer Leistung von jeweils 90 Wp verwendet. Zusätzlich ist ein Wechselrichter Marke Sunny Boy eingesetzt.

Die Leistungs-, Temperatur- und Verbrauchsdaten der thermischen Anlage sowie die momentane Leistung und die Umgebungstemperatur der PV - Anlage und weiterhin die globale Einstrahlung werden über einen Datenlogger erfasst und gespeichert. Die Abtastrate ist frei konfigurierbar. Somit steht umfangreiches Datenmaterial für den naturwissenschaftlichen Unterricht zur Verfügung, das über Standard - EDV und mitgelieferter Software ausgewertet werden kann.

Besonders erwähnenswert ist, das diese Anlagen zu einem großem Teil in zwei Projektwochen mit Schülern unter unserer Anleitung gebaut wurden. Die Schule wird einen direkten jährlichen monetären Ertrag von ca. 1.300 DM erzielen. Durch die Indachkollektoren und Indachmodule, die eine homogene Fläche darstellen, wurden Asbestschindeln ersetzt. Stolz sind alle Beteiligten auf eine besondere Auszeichnung:
Als einzige hannoversche Schule gehört das Schillergymnasium zu den Gewinnern des Solarwettbewerbs 2000, der von der Allianz Umweltstiftung und des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management ausgeschrieben war. Beteiligt hatten sich bundesweit 270 Schulen, 100 Schulen wurden zu glücklichen Gewinnern. Davon 15 in Niedersachsen. Dotiert war dieser Preis mit immerhin 15.000 DM!

Zur Visualisierung der erbrachten solaren Leistung ist ein graphisch anschauliches Display, angesteuert über den Datenlogger, im Haupteingangsbereich der Schule plaziert worden. Kombiniert mit einer aussagekräftigen Legende in einem nahegelegenem Schaukasten wird so eine deutliche pädagogische Wirkung sowohl auf Schüler und Lehrkörper wie auch auf Eltern erzielt.


Schüler bei der Arbeit


Speicher mit thermischer Regelungseinheit


Die Kollektor- und Modulfläche


Planer Jürgen Ebert präsentiert das Display

 

 

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Copyright © 2009 Planungsbüro SunConsult
Stand: 15. Juni 2009