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IGS Linden, Hannover
Die thermische Solaranlage versorgt den Sportbereich der
Schule, einem Stadion, das auch von verschiedenen Sportvereinen genutzt wird,
mit Warmwasser.
Der tägliche Warmwasserbedarf -Duschen- wurde mit rund 4.000l bei 50°C
ermittelt. Das Ziel ist, die Heizanlage in den Sommermonaten abschalten zu können.
Die thermische Anlage hat eine Aperturfläche - Fläche ohne Kollektorrahmen -
von 38,4 m² (Bruttofläche: 42,5). Diese Auslegung hat bei der computergestützten
Simulation ergeben, dass damit der erforderliche Warmwasserbedarf zu gut 40%
(knapp 19.000 kWh Wärmeleistung jährlich) solar abgedeckt wird. Das technische
Gesamtkonzept basiert auf einer Wasservorerwärmung. Damit wird ein erheblicher
Beitrag zur Verringerung der CO2 Emissionen geleistet (ca. 4,2 t p.a.).
Zur thermischen Anlage gehört neben den 6 Großflachkollektoren ein 2000 l
Pufferschichtspeicher, der über einen außenliegenden Gegenstrom-Plattenwärmetauscher
(besonders hohe Leistungsfähigkeit, vor allem in der Durchflussleistung) solar
beladen wird. Gesteuert wird die thermische Solaranlage über eine
Vierkreisregelung, zur Ansteuerung des Solarkreises und der Warmwasserbereitung
im Durchlaufverfahren. Die Beladung des eigentlichen Warmwasserspeichers erfolgt
über einen weiteren Plattenwärmetauscher, wiederum im Gegenstromprinzip.
Dieser wird in den Kaltwasserzufluss des Warmwasserspeichers geschaltet. Die
bisherige, vorhandene, konventionelle Beladung des Warmwasserspeichers über
einen Gaskessel wird in Zukunft bei Bedarf (nicht ausreichende Versorgung durch
die Solartechnik, z.B. im Winter) als Nachheizung genutzt. So ist eine sichere
und umweltfreundliche Warmwasserversorgung gewährleistet.
Die Leistungs-, Temperatur- und Verbrauchsdaten der thermischen Anlage werden über
einen Datenlogger erfasst und gespeichert. Die Abtastrate ist frei
konfigurierbar. Somit steht umfangreiches Datenmaterial für den
naturwissenschaftlichen Unterricht zur Verfügung, das über Standard - EDV und
mitgelieferter Software ausgewertet werden kann.
Besonders erwähnenswert ist, das diese Anlage zu einem großem
Teil in zwei Projektwochen mit Schülern unter unserer Anleitung gebaut wurden.
Zur Visualisierung der erbrachten solaren Leistung ist ein
graphisch anschauliches Display, angesteuert über den Datenlogger, im
Haupteingangsbereich der Sporthallen plaziert worden. So wird eine deutliche pädagogische
Wirkung sowohl auf Schüler und Lehrkörper wie auch auf Sportler der Vereine
erzielt. Wir setzen darauf, das diese Anlage durch den "Aha" - Effekt
zumindest einige Nachahmer im Privatbereich findet.
Die Anlage hat insgesamt rund 106.000,-DM gekostet, dazu hat die Schule rund
1.900,- DM als Barkapital beitragen müssen, die Eigenleistung der Schülerinnen
und Schüler (Kollektorzusammenbau, Kollektormontage, Rohrverlegung etc.) hat
einen Wert von über 18.000,- DM. Der Rest der Kosten wurde über verschiedene Förderprogramme
und Sponsoren finanziert.
Besonders erwähnenswert ist hier, das zumindest bis zum heutigen Tage (November
2000) diese Anlage die größte von Schülern gebaute thermische Solaranlage
Deutschlands ist. Die Einweihung der Anlage wurde deshalb auch standesgemäß
gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner
vorgenommen.

Schüler bei dem Kollektorzusammenbau

Schwerstarbeit: Der Speicher wird zu seinem Bestimmungsort transportiert

Das Dach wird für die Kollektoren vorbereitet

Die Schüler mit dem fertigen Kollektorfeld

Zwei Wochen nach der technischen Inbetriebnahme zeigt das Display Anfang
November eine tolle Anlagenleistung
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